Interview mit Ilona Schmiel und Roger Büchel

Ilona Schmiel und Roger Büchel, in wenigen Wochen finden die Eröffnungstage im Kongresshaus und der Tonhalle Zürich statt. Was bedeutet das für Sie?

Büchel: Es gibt noch viel zu tun – vor allem viel Detailarbeit. Der sprichwörtliche letzte Schliff. Es ist unglaublich toll, wie sich die Vorbereitungen beschleunigen und das Kongresshaus Fahrt aufnimmt. Demnächst fahren wir den Testbetrieb hoch.

Schmiel: Wir sind glücklich, die historischen Gebäude im neuen Glanz zu entdecken. Für das Orchester bedeutet das ganz konkret, sich nach vier Jahren wieder auf diese einmalige Akustik einzustellen und die Grosse Tonhalle mit unserem Music Director Paavo Järvi als Klangkörper neu zu erforschen.

Auf was freuen Sie sich am meisten, wenn es dann soweit ist?

Schmiel: Natürlich zielt unser ganzes Wirken darauf ab, endlich wieder Konzerte geben zu können und vielen Menschen eine Chance zu geben, den einzigartigen Klang im Saal zu erleben und wieder an der Kultur und am Klang des Saals teilzuhaben.

Büchel: Ich freue mich riesig darauf, nach diesen ganzen Monaten der Vorbereitung jedes Element im Kongresshaus in Action zu erleben: die Grossküche, unsere State-of-the-Art-Veranstaltungstechnik, die riesige Terrasse. Am meisten freue ich mich aber auf die Reaktion unserer Kunden und Gäste, wenn sie zum ersten Mal ihren Fuss in das neue Kongresshaus setzen.

Was bedeutet das gesamtrenovierte Haus für die Stadt Zürich?

Schmiel: Eine solche Wiedereröffnung ist ein Höhepunkt mit Signalwirkung in die Zukunft und daher eine grosse Chance für den Standort Zürich. Ich hoffe, dass die Menschen hier das neue Haus ohne Berührungsängste in Besitz nehmen werden. Aber auch national und international wird es eine grosse Strahlkraft besitzen.

Büchel: Ganz sicher – ein so vielseitiges Veranstaltungshaus am schönsten Ort von Zürich, das ist einmalig. Direkt am See klimaneutrale Events in den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft durchführen zu können, das wirkt lokal, national und international als Magnet für eine Stadt.

Wie wird Ihre Zusammenarbeit unter dem gemeinsamen Dach aussehen?

Büchel: Für unsere Gäste und Veranstalter steht das Gesamterlebnis im Vordergrund – und für uns auch. Deswegen sind unsere beiden Welten fliessend miteinander verwoben, damit wir das sicherstellen können.

Schmiel: Ganz genau. Wer was im Detail macht, spielt für das Erlebnis der Besucher*innen und Kund*innen eine untergeordnete Rolle. Man kann es so zusammenfassen: Wir sind gemeinsam Gastgeber.